Pädagogisches Konzept

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Unsere Leitlinien:

EIN MEMORANDUM VOM KIND AN DEN ERWACHSENEN

Verwöhne mich nicht übermäßig.
Ich weiß ganz gut, dass ich nicht alles was ich verlange, haben muss.
Ich will Dich nur auf die Probe stellen.

Hab‘ keine Angst, mit mir bestimmt umzugehen.
Mir ist diese Haltung lieber, weil ich mich dann sicherer fühle.

Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht,
wenn es sich vermeiden lässt. Ich werde Deinen Worten viel mehr
Beachtung schenken, wenn Du ruhig und allein mit mir sprichst.

Zwinge mich nicht.
Das würde mich lehren, dass nur Macht zählt.

Versuche nicht zu predigen.
Du wirst Dich wundem, wie gut ich weiß, was richtig und was falsch ist.

Nörgele nicht.
Um mich zu schützen, muss ich mich dann taub stellen.
 
Sei nicht inkonsequent.
Inkonsequenz verwirrt mich, und ich versuche desto mehr,
alles zu erreichen, was ich will.

Mach‘ keine schnellen Versprechungen.
Es könnte sein, dass Du sie nicht halten kannst. Das würde
mein Vertrauen in Dich erschüttern.

Versuche nicht immer so zu tun, als seiest Du perfekt und unfehlbar.
Der Schock ist für mich zu groß, wenn ich herausfinde, dass Du es nicht bist.

Versuche nicht, mein Benehmen während eines Streites zu besprechen.
Ich kann in dieser Zeit nicht gut zuhören. Du kannst ja handeln,
aber besprechen sollten wir es später.

Verlange keine Erklärungen für mein falsches Benehmen.
Ich weiß oft wirklich nicht, warum ich es getan habe.

Sage nicht, dass meine Fehler Sünden sind.
Ich muss lernen, Fehler zu machen, ohne zu glauben, dass ich darum schlecht bin.

Sei nicht fassungslos, wenn ich sage: „Ich hasse Dich!“
Ich hasse nicht Dich, sondern Deine Macht, meine PIäne zu durchkreuzen.

Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns.
Ich muss auch aus eigenen Erfahrungen lernen.
 
Schenke meinen kleinen Leiden nicht zu viel Bedeutung.
Es könnte sein, dass ich sonst eine schwache Gesundheit zu schätzen lerne,
weil sie mir so viel Aufmerksamkeit einbringt.

Entziehe Dich nicht, wenn ich wirklich etwas wissen will.
Sonst wirst DU merken, dass ich mich nicht mehr an Dich wende,
sondern versuche, meine Informationen woanders zu bekommen.

Sag nicht, meine Ängste seien albern.
Sie sind erschreckend, ernst und echt. Aber Du kannst mich beruhigen,
wenn Du versuchst, sie zu begreifen.

Vergiss nicht: Ich liebe Experimente.
Ich kann ohne sie nicht groß werden. Bitte halte es aus!

Tue nichts für mich, das ich nicht selbst tun kann.
Sonst fühle ich mich wie ein Baby und werde Dich auch weiterhin
in meinen Dienst stellen.

Befasse Dich nicht zu sehr mit meinen schlechten Gewohnheiten.
Das veranlasst mich nämlich, sie zu behalten.

Denk nicht, es sei unter Deiner Würde, Dich bei mir zu entschuldigen.
Wenn Du das tust, weiß ich, dass Du mich und meine Belange ernst nimmst.